Tresen-Talk: Woran erkennt man einen guten Whisky?

Es gibt ihn schon ewig – aber plötzlich liegt er wieder voll im Trend. Bertie Nyman, Whisky-Experte im schottischen Romantik Hotel Glencoe House, erklärt das Whisky-Comeback und verrät, wie man die richtige Sorte findet

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Schottlands Whisky-Insel Islay Ein Paradies für Kenner

Whisky wird in vielen Teilen dieser Welt gebrannt. Von Irland über die USA bis nach Japan. Eine kleine Insel in Schottland allerdings gilt weltweit als absolutes Paradies für Whisky-Liebhaber – die Hebrideninsel Islay.

 

Typische Landschaft: Blick auf Bunnahabhain, Islay, Schottland (Foto: Islay Tourist)Typische Landschaft: Blick auf Bunnahabhain, Islay, Schottland (Foto: Islay Tourist)

200 Kilometer Küste, schroffe Felsen, lange Sandstrände, sanfte Moorlandschaften – eine atemberaubende Kulisse, die auch viele Naturfreunde anzieht. Das ganze Jahr über gibt es hier mit etwas Glück seltene Arten wie den Wachtelkönig, Seeadler oder die Alpenkrähe zu sehen.

Und jeden Herbst und Winter findet ein ganz besonderes Spektakel statt: Tausende Wildgänse fliegen die Insel an, nutzen Islay als Domizil und als Brutplatz.

 

 

Die acht aktiven Destillerien auf Islay (Grafik Wikipedia //Balgair)Die acht aktiven Destillerien auf Islay (Grafik Wikipedia //Balgair)

Die wirkliche Sehenswürdigkeit aber lockt die Besucher auf diesem Inselparadies nicht in die Natur, sondern in traditionsreiche Gemäuer – in die bekannten Whisky-Destillerien. Auf knapp 4.000 Einwohner kommen auf der kleinen Hebrideninsel acht berühmte Brennereien, alle von Weltrang und höchster Qualität. Was macht den Whisky von Islay so besonders?

Die Single Malts werden von den Liebhabern vor allem wegen ihrer typischen rauchigen und torfigen Aromen geschätzt. Die ausgedehnten Torfvorkommen auf Islay sind dabei entscheidenden für den besonderen, in der ganzen Whisky-Welt geschätzten Geschmack. Das Getreide für die begehrten Drinks wird über Torffeuer getrocknet und bringt dadurch die besondere, rauchige Note in das Getränk. Jede der neun Destillerien hat dabei ihre eigene Rezeptur mit einem ganz eigenen Geschmack und unverwechselbarem Aroma. In den im Süden der Insel gelegenen Destillerien, wie zum Beispiel im berühmten Lagavulin, werden eher kräftige Sorten produziert, die mit Torfrauch und Salzwasser angereichert sind. In den nördlichen Destillerien, wie im bekannten Bunnahabhain, werden leichtere Single Malt Whiskys gebrannt. Sie verwenden nur leicht über dem Torffeuer getrocknetes Getreide, schmeckten dadurch milder.

In den bekannten Destillerien werden die Besucher über die Kunst des Whiskybrennens informiert, und dazu gehört natürlich auch das ausgiebige Probieren. Das Schöne an diesen hochprozentigen Orten: Sie liegen alle in einer landschaftlich phantastischen Lage und bei den Besuchen lernt man automatisch die schönsten Flecken der Insel kennen. Flüssiges Probieren, die Natur genießen – auf Islay liegt alles eng beieinander.

Eine der derzeit acht Destillerien, die auf Islay Whisky brennen (Foto: Ardbeg Distille)
Eine der derzeit acht Destillerien, die auf Islay Whisky brennen (Foto: Ardbeg Distille)

Die aktiven Destillerien auf Islay:

Ardbeg

Bowmore

Bruichladdich

Bunnahabhain

Caol Ila

Kilchoman

Lagavulin

Laphroaig

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